Coole Fitnesstrends für den Sommer

Fitnesstrends für den Sommer

Von Andrea Honer

Wer erinnert sich nicht an den schweißtreibenden Sommer des letzten Jahres, als die Temperaturen ihren Höchststand und unsere Motivation sich sportlich zu betätigen ihren Tiefstand erreichten.

Schenkt man uralten Bauernregeln Glauben, so könnte uns nach dem milden Winter und dem verregneten Amuntiustag am 8. April, auch heuer wieder ein Jahrhundert Sommer drohen. Aber sollte man wirklich bei Hitze und Ozonbelastung gänzlich auf Sport verzichten?

Welche coolen Alternativen gibt es bei sommerlichen Temperaturen den Spaß an der Bewegung nicht zu verlieren und sich sportlich fit und gesund zu halten?

Fitness-Trends mit Fun Faktor!

Wir alle kennen den Effekt den 30 Grad Celsius und mehr auf Körper und Geist ausüben: Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Demotivation nur einen Schritt zu viel zu tun. Es bedarf einem harten Stück Arbeit und mentaler Stärke den Kampf gegen den inneren Schweinehund nicht zu verlieren und am Wochenende nicht auf der schattigen Gartenbank sitzen zu bleiben.

Dabei verkraften regelmäßig Sporttreibende Hitze besser als Untrainierte. Denn der Körper kann sich äußeren Bedingungen besser anpassen. Die Körperkerntemperatur wird gesenkt und die Durchblutung der Haut gesteigert. Der Schweiß wird dünnflüssiger, man schwitzt früher und effizienter und die Verdunstung des Schweißes führt zu einer wirksamen Abkühlung.

Also lösen Sie sich von ihrer bequemen Couch oder ihrem Terrassenstuhl, denn es gibt nebenbei auch noch durchaus spaßbringende Möglichkeiten trotz hoher Temperaturen etwas für seine Gesundheit zu tun: Fitness-Trends mit Fun Faktor!

Aqua-Zumba, Hot Hula, Hoopilates, Balance Swing

Lieben Sie das kühle Nass, sich zu lateinamerikanischen Rhythmen zu bewegen und dabei auch noch überflüssige Kilos zu verlieren? Dann ist Aqua Zumba vielleicht genau das Richtige für Sie.

Denn das beliebte Dance-Workout aus Kolumbien hat nun auch die Schwimmbäder erobert. Großer Vorteil zur herkömmlichen Variante am Trockenen: durch den Auftrieb des Wassers ist es gelenkschonend und eignet sich deshalb besonders für etwas übergewichtige oder auch an Jahren reifere Wasserratten. Das Ganzkörpertraining vereint die klassischen Zumba-Choreographien mit der traditionellen Wassergymnastik. Durch den erhöhten Widerstand des Wassers sind die Bewegungen wesentlich anstrengender und das Tempo etwas reduziert. Sie verbrennen immerhin zwischen 500 und 750 Kalorien in der Stunde.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Spaß sich zu Salsa oder Merengue Klängen mit Gleichgesinnten zu bewegen. Aqua Zumba, ist kein Training im herkömmlichen Sinn, sondern mutet eher einer ausgelassenen Pool-Party an. Für alle, die die Blicke der anderen scheuen… im Wasser sieht keiner ihre Mooves, also machen Sie mit!

Tänzerische Bewegungen zu mitreißender Musik stehen auch bei Hot Hula hoch im Kurs. Das hawaianische Wort Hula steht schlichtweg für Tanz. Unter stetigem Einsatz von Arm, Bauch, Rücken und Beinmuskulatur werden zu polynesischen Trommelklängen die Hüften geschwungen. Das Tempo ist gemäßigt, Körperspannung aber großgeschrieben. Ein Garant nicht nur die Hüftpolster zum Schmelzen zu bringen.

Denn Hot Hula trainiert den ganzen Körper auf sanfte und schonende Art und Weise und trägt zur Fettverbrennung bei. Immerhin werden bei den fließenden Bewegungen zwischen 500 und 900 Kalorien abgebaut. Neben der Koordination von Armen und Beinen werden auch das Gleichgewicht und die Ausdauer gefördert. Im Mittelpunkt steht auch hier das gemeinschaftliche Schwitzen zu Klängen ferner Kulturen.

Wer Hula sagt, denkt sofort an Hula Hoop, den beliebten Reifen aus Kindheitstagen. Er erlebt eine regelrechte Renaissance, seit ihn Beyoncé oder Michelle Obama wieder aus dem Keller geholt haben. Ziel war es den Reifen möglichst lange Zeit um die Taille kreisen zu lassen. Nun kommt der Reifen bei Hoopilates zu neuen Ehren. Diese neuartige Form des Fitnesstrainings wechselt Hulahoop Einheiten mit Pilatesübungen ab.

Doch das wäre wohl zu einfach! So werden die Übungen im Sitzen oder Stehen unter Verwendung des Reifens ausgeführt. Dabei werden Geschicklichkeit, Balance, Bauch- und Rückenmuskulatur gekräftigt. Einen Lichtblick gibt es für alle, die mit dem Hulahoopreifen schon früher auf Kriegsfuß standen: der Neue ist schwerer und hat einen größeren Durchmesser, sodass er auch für Anfänger leichter zu handlen ist.

Vielleicht finden Sie, auf der Suche nach dem alten bunten Reifen auch noch das Mini-Trampolin ihrer Kinder. Dann kramen Sie es hervor, entstauben es und schon können Sie dem neuen Fitness-Trend Balance Swing frönen. Das Motto hier lautet Schwingen statt Springen! Das Geheimrezept hier ist der ständige Wechsel von Be- und Entlastung. Er stärkt die Muskulatur, Sehnen, Bänder und Knochen, fördert aber auch das Gleichgewicht. Eine Trainingseinheit dauert 60 Minuten und orientiert sich an der Fünf-Elemente-Lehre der traditionell chinesischen Medizin (TCM). Sie bietet eine Harmonie von Aufwärmen, Fettverbrennung, Herz-Kreislauftraining sowie Muskelaufbau und Entspannung.

Laut einer NASA-Studie sind zehn Minuten Trampolin-Schwingen gemessen an Körperbeschleunigung, Sauerstoffaufnahme und Herzfrequenz ebenso effektiv wie 30 Minuten Joggen. Richtig angewandt ist das kleine Trampolin gelenk- und wirbelsäulenschonend und wird in der Osteoporose-Prävention ebenso verwendet, wie in der Physiotherapie. Mit Hulahoop oder Mini-Trampolin können Sie auch bequem zu Hause oder auf der nahegelegenen Wiese fit und gesund über den Sommer kommen.

Noch ein paar Tipps für’s Training

Für welche sportliche Betätigung Sie sich im Sommer auch entscheiden, übertreiben Sie es nicht und gehen Sie es langsam an. Suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen und legen Sie los!

Am besten nutzen Sie die kühleren Morgenstunden für ihre körperliche Fitness, denn dann ist auch die Ozonbelastung noch nicht so hoch. Denn dieses Treibgas reizt Schleimhaut, Augen und Lunge und kann zu Atembeschwerden führen.

Und trinken Sie bereits bevor der Durst kommt. Bei Hitze sollte während sportlicher Belastung regelmäßig in kleinen Portionen getrunken werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Outdoor-Sportler brauchen eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, besonders beim Wassersport oder in den Bergen. Der Sonnenschutz sollte fettarm und wasserfest sein: Fett verstopft nämlich die Poren und behindert das Schwitzen, wasserlösliche Creme dagegen spült der Schweiß schnell ab.


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